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Prostatakrebs

Prostatakrebs entwickelt sich meist langsam, so dass viele Männer sehr lange mit dem Tumor leben. In Deutschland sterben pro Jahr etwa 12.000 Männer an Prostatakrebs. Über 80 % der an Prostatakrebs erkrankten Männer sterben also nicht an ihrem Prostatatumor. Das macht u. a. der medizinische Fortschritt heute möglich.

Zur Diagnose von Prostataerkrankungen tastet der Urologe manuell die Prostata ab, untersucht die Prostata mit Ultraschall im Hinblick auf Größe und gegebenenfalls morphologische Auffälligkeiten und ermittelt im Blut den PSA-Wert (=Prostataspezifisches Antigen). Verdächtige Befunde der Tastuntersuchung, hohe oder steigende PSA-Werte wie verdächtige Befunde beim Ultraschall machen weitere Schritte zur Abklärung notwendig, um die Diagnose zu sichern und so die richtige Therapie wählen zu können. Im Zweifel wird letztlich oft eine feingewebliche Abklärung der Prostata (Biopsie) empfohlen.

Bisherige Biopsietechniken der Prostata

Vor dem Eingriff wird mit dem Patienten die Krankengeschichte erhoben und analysiert. Die Prostatabiopsie erfolgt ambulant und unter sogenanntem Antibiotikaschutz, um eine Entzündung durch Darmkeime zu vermeiden. Eine lokale Narkose und / oder schmerzlindernde Mittel werden vor der Untersuchung verabreicht. Die Diagnose des Prostatakrebses erfolgt durch ultraschallgesteuerte Entnahme von Gewebeproben durch den Urologen. Tumoren lassen sich im Ultraschall oft nicht sicher erkennen, deswegen werden systematisch, aber ungezielt zehn bis dreißig Gewebeproben aus den verschiedenen Bereichen der Prostata entnommen.

Die Prostatabiopsie wird bei folgenden Anwendungsbereichen empfohlen:

  • Abklärung bei Verdacht auf Prostatakrebs

    Im Rahmen der Krebsfrüherkennung werden ein erhöhter bzw. ansteigender PSA-Wert sowie das Ergebnis der körperlichen Untersuchung und des Ultraschall­befunds in Betracht gezogen. Andere Risikofaktoren wie z. B. Familienanamnese oder Alter werden ebenso berücksichtigt, ob eine Gewebeprobe zur sicheren Prostatadiagnostik durchgeführt werden sollte.

    Diese herkömmliche, allein ultraschallgeführte Prostatabiopsie liefert höchstens in 40 - 50 % der Fälle einen sicheren Nachweis des Prostatatumors. Zudem werden mit dem herkömmlichen Verfahren oft nur die weniger gefährlichen Tumoren erkannt, die keiner Therapie und damit keiner Diagnostik bedürfen.

    Steigt der PSA-Wert weiterhin an oder liegt oberhalb des Grenzwertes, obwohl die Biopsie kein Tumor-Resultat zeigte, wird der Urologe unter Berücksichtigung der sonstigen klinischen Situation des Patienten entweder eine Wiederholungsbiopsie anordnen oder heutzutage zu einem multiparametrischen MRT mit anschließender Fusionsbiopsie Prostata raten. Dadurch wird mit 85 %iger Wahrscheinlichkeit ein vorhandener Prostatakrebs erkannt, und zudem im Vergleich zur herkömmlichen Technik mehr gefährliche (behandlungsbedürftige) Tumoren und weniger ungefährliche Tumoren entdeckt.

  • Unterstützung in der Therapieentscheidung nach gesichertem Befund und Verlaufskontrolle

    Abhängig vom klinischen Befund gibt es verschiedene Methoden für die Prostatakrebs-Therapie, wie z. B. Hormonbehandlung, Strahlentherapie, Operation mit teilweiser oder ganzer Entfernung der Prostata. Manchmal ist es auch sinnvoll abzuwarten, den Befund regelmäßig zu kontrollieren und unter Umständen eine Behandlung oder Operation ganz zu vermeiden.

    Laborwertkontrollen von Tumormarkern im Blut, Ultraschall­untersuchungen der Prostata, Kernspinuntersuchung und gegebenenfalls die Fusionsbiopsie der Prostata sind die Mittel der Wahl, um eine gute klinische Entscheidung treffen zu können.

Mehr Informationen zur Fusionsbiopsie Prostata