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Prostatakrebs – Biopsieren wir jeden?

Im frühen Stadium kann ein Prostatakarzinom heilbar sein. Dabei gilt: Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser stehen die Chancen, dass er noch keine Metastasen gebildet hat und somit komplett heilbar ist. Zudem ist bei einem noch sehr kleinen Karzinom ein schonendes Verfahren bei der Operation anwendbar. Aus diesen Gründen macht es für jeden Mann ab 50 Jahren Sinn, regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen durchzuführen, ggf. eher wenn gewisse Risikofaktoren bestehen. Wurde bei einem nahen Verwandten Prostatakrebs diagnostiziert besteht für einen selbst ein mehr als zweifach erhöhtes Risiko die gleiche Diagnose gestellt zu bekommen. Auch das fortschreitende Alter stellt einen Risikofaktor dar. Daher werden Männern ab 45 Jahren in Deutschland die Kosten für eine Tastuntersuchung der Prostata von der Krankenkasse erstattet. Eine weitere Möglichkeit zur Früherkennung von Prostatakrebs ist der sogenannte Tumormarker PSA. Dieser PSA-Wert steht für die Konzentration eines bestimmten Eiweißes aus einem möglichen Prostatakrebs, das Prostataspezifische Antigen im Blut. Ein erhöhter Wert kann Krebs als Ursache haben, muss er aber nicht zwangsweise. Durch eine einfache Blutabnahme mit Labortest kann der PSA-Wert ermittelt werden. Liegt der Wert unter 1 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) gilt er in der Regel als unbedenklich, bis 2 ng/ml werden weitere Kontrollen alle zwei Jahre und bis 4 ng/ml jährliche Kontrollen empfohlen. Ein einmalig erhöhter PSA-Wert von in der Regel mehr als 4 ng/ml gilt als potentielle Anzeige eines Prostatakarzinoms, soll allerdings immer zur Sicherheit durch eine zweite Laboranalyse überprüft werden. Führt diese erneut zu einem stark erhöhten PSA-Wert, so empfehlen die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologen (DGU) eine Gewebeentnahme aus der Prostata, eine sogenannte Biopsie oder zunehmend auch ein sog. multiparametrisches MRT der Prostata. Wenn bei regelmäßiger Kontrolle der PSA-Wert stets auffällig ansteigt oder der Arzt bei einer Früherkennungsuntersuchung einen positiven Tastbefund feststellt, wird von der DGU zu einer Biopsie geraten. Bei einer Biopsie wird mithilfe einer Hohlnadel und unter Lokalanästhesie über den Enddarm eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen. Nur so kann festgestellt werden, wie bösartig ein Prostatakarzinom beschaffen ist oder ob überhaupt Krebs vorliegt. Ein auffälliger PSA-Befund bedeutet also nicht zwangsläufig Krebs. Nur etwa ein Viertel der durchgeführten Biopsien ergeben die Diagnose Prostatakarzinom.

Besonderheiten bei der Prostatakrebs Untersuchung in der Urologischen Klinik München-Planegg

Bei der in der Urologischen-Klinik-München-Planegg durchgeführten Fusionsbiopsie kann im Vergleich zur herkömmlichen Biopsie mit noch höherer Wahrscheinlichkeit bestimmt werden, ob Prostatakrebs vorliegt. Bei einer normalen Biopsie verwendet der Urologe nur ein Ultraschallgerät zur Lokalisation des Karzinoms und biopsiert die Bereiche, die sich auf dem zuvor gemachten MRT-Bild auffällig darstellen oder für ein Prostatakarzinom typisch sind. Bei der neuen Fusionsbiopsie arbeiten Radiologen und Urologen eng zusammen und die Vorteile beider Systeme werden vereint. Die MRT-Bilder, auf denen die tumorverdächtigen Areale markiert wurden, können durch unsere Software live auf die Ultraschallbilder übertragen werden. Somit kann der biopsierende Urologe deutlich präziser und verlässlicher das betroffene Areal erfassen und dort die Gewebeprobe entnehmen.

Biopsiert werden also diejenigen, die zweimalig einen erhöhten PSA-Wert aufweisen, bei denen der PSA-Wert regelmäßig um einen auffälligen Betrag ansteigt oder bei denen der Urologe in einer Tastuntersuchung eine Geschwulst festgestellt hat. Wird Prostatakrebs durch die aufgezeigten diagnostischen Möglichkeiten frühzeitig erkannt und per Fusionsbiopsie klassifiziert, bestehen gute Aussichten zur vollständigen Genesung der Prostata und es können schonende Techniken zur Operation angewendet werden.