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    Fusionsbiopsie Prostata
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Prostatabiopsie in München

Wenn es um Ihre Gesundheit geht, wollen Sie nur das Beste – wir auch!

Bei einem Verdacht auf Prostatakrebs kann nur eine Gewebeentnahme aus der Prostata, die sog. Prostatabiopsie, den Krebs bestätigen oder ausschließen. Wir führen das moderne Verfahren der Fusionsbiopsie in der Urologischen Klinik München-Planegg seit Mitte 2015 durch. Dieses bietet etliche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Methode:

  • Die Zuverlässigkeit - die Fusions­biopsie der Prostata bietet gegenüber herkömm­lichen Methoden eine doppelt so hohe Wahrschein­lichkeit (85%) zur Ent­deckung eines bös­artigen Tumors;
  • Das erfahrene Team – in unserer Klinik arbeiten Radio­logen und Uro­logen Hand in Hand, das sichert reibungs­lose Abläufe und hoch­kompetente Dia­gnostik;
  • Bessere Detektionsrate - eine bessere Quote bei der früh­zeitigen Ent­deckung gerade kleinerer Tumore (Detektions­rate) bedeutet für Sie weniger psychische Belastung und eine große Chance auf Heilung;
  • Höhere Sicherheit - durch unsere ‚perineale’ Vorgehens­weise bei der Fusions­biopsie Prostata, also am Rande des Darmausgangs und nicht durch den Darm, wird die Keim­verschlep­pung massiv reduziert und so einer post­operativen Infektion massiv vorgebeugt;
  • Präzise Diagnostik - eine gezielte Gewebe­entnahme bedeutet eine erhebliche Verbes­serung der Diagnostik. Sie wissen nach der Fusions­biopsie, ob Sie Prostata­krebs haben oder NICHT.

Mit dieser Website zur Fusionsbiopsie der Prostata möchten wir Ihnen einen Überblick über die moderne Prostatadiagnostik, insbesondere über die modernen Prostatabiopsie-Verfahren geben.

Fusionsbiopsie Prostata - Was ist das?

Der Urologe stellt durch Untersuchung und Labordiagnostik den Verdacht auf Prostatkrebs fest und bespricht aufgrund der klinischen Hinweise die Notwendigkeit einer Prostatabiopsie. Der Patient wird über die verschiedenen Prostatabiopsie-Verfahren umfangreich aufgeklärt. Wenn er mit dem Untersuchungsverfahren der Fusionsbiopsie Prostata einverstanden ist, vereinbart der Urologe mit dem kooperierenden Radiologen einen Termin für den ersten Schritt der Fusionsbiopsie der Prostata, nämlich die multiparametrische MRT (Kernspinaufnahme).

Prostatabiopsie durch die Multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT)

Die mpMRT (auch Kernspinverfahren genannt) ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil der Vorsorge, Diagnostik und Therapieplanung im Bereich des Prostatakrebses. Diese Untersuchung ist nicht-invasiv, schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung für den Körper. Die Nachweisempfindlichkeit liegt bei über 85 %. Damit liegt eine ca. doppelt so hohe Nachweiswahrscheinlichkeit vor im Vergleich zu ultraschallbasierten Verfahren (z. B. konventionelle Sonografie mit/ohne Kontrastmittel, Elastografie, Histoscanning) oder zu der Nachweissicherheit herkömmlicher Gewebeentnahmen der Prostata (Prostatabiopsie). Man nimmt heute an, dass mit 85 %iger Wahrscheinlichkeit kein Prostatakrebs vorliegt, wenn die mpMRT-Untersuchung kein verdächtiges Tumorareal zeigen kann.

Im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren (Computertomographie (CT), Ultraschall, Szintigraphie, Positronenemissionstomographie (PET)) erlaubt das mpMRT mehrere voneinander unabhängige Parameter zur Beurteilung der Prostata.

  • Hochauflösende T2-Bildgebung (morphologische Bildgebung der Anatomie)
  • Funktionelle Bildgebung der Diffusion (Gewebedurchlässigkeit) und der Perfusion (Durchblutung)

Daher wird diese Untersuchung auch als multiparametrische MRT bezeichnet.

Wie läuft die Fusionsbiopsie Prostata ab?

Die Bilder der mpMRT-Untersuchung werden vom Radiologen und dem Urologen zusammen begutachtet, tumorverdächtige Areale werden eingezeichnet. Diese markierten Bildaufnahmen werden am Biopsie-Untersuchungstag in das Ultraschallgerät eingelesen, das zur Kontrolle der Gewebeentnahme der Prostata (Prostatabiopsie) benutzt wird. Zur Vorbereitung wird mit dem Patienten ein Termin in der Prä­medikations­sprech­stunde vereinbart.

Die Fusionsbiopsie Prostata erfolgt ambulant unter Vollnarkose und dauert ca. 30 Minuten. Nach einer ca. 1 stündigen Ruhephase können Sie wieder nach Hause gehen. Während der Untersuchung werden im Ultraschallgerät die MRT-Bilder mit Hilfe einer speziellen 3-D-Software mit dem Ultraschallbild fusioniert, so dass eine gezielte Gewebeentnahme möglich ist.

Mit der Fusionsbiopsie der Prostata ist ein Verfahren entwickelt worden, das dem Patienten wie Urologen mehr Sicherheit in der Diagnostik des Prostatakrebses gibt und damit bessere wie schonendere Therapiemaßnahmen ermöglicht.

Warum ist eine Früherkennung eines Prostatakarzinoms wichtig?

Die Diagnose eines Prostatakarzinoms wird durch eine Prostatabiopsie gesichert. Dabei ist es wichtig, den Prostatakrebs möglichst früh zu erkennen, da die Behandlungs- und Heilungschancen am größten sind, solange der Tumor noch örtlich begrenzt in der Prostata ist. Die Krankenkassen zahlen eine Vorsorgeuntersuchung auf ein Prostatakarzinom ab einem Alter von 45 Jahren einmal jährlich. Da Prostatakrebs zu Beginn keine Schmerzen oder sonstige Symptome verursacht, sollten Sie die angebotenen Vorsorge­untersuchungen wahrnehmen.

Welche Prostatakarzinom Therapieoptionen gibt es?

Zur Behandlung eines Prostatakarzinoms stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Welches Verfahren für Sie das Richtige ist, hängt in erster Linie vom Tumorstadium ab. Allerdings sollten auch das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten beachtet werden.

Bei einem lokal begrenzten Prostatakarzinom, das noch nicht metastasiert hat, kann eine lokal kurative Therapie durchgeführt werden. Dazu zählen die radikale Prostatektomie, perkutane Strahlentherapie und Brachytherapie. Unter bestimmten Voraussetzungen wird auch einfach abgewartet und nach 3 Monaten wieder untersucht, das nennt sich ‚Active Surveillance’.

Sollten die Lymphknoten befallen sein, eignen sich Strahlentherapie oder Hormontherapie. Auch bei einem metastasierten Prostatakarzinom wird oft eine Hormontherapie durchgeführt.

Wie funktioniert die Brachytherapie Prostata?

Eine effektive Methode zur Prostatakrebs-Behandlung ist die Brachytherapie. Bei der Brachytherapie Prostata handelt es sich um eine interne Strahlentherapie. Hierbei wird eine umschlossene radioaktive Strahlenquelle innerhalb der Prostata platziert, um die Tumorzellen abzutöten. Die Strahlenbelastung ist geringer als bei einer externen Strahlentherapie, da die Strahlung durch die direkte Platzierung in der Prostata nur ein sehr begrenztes Gebiet betrifft und ggf. schädigt. Daher sind auch die Nebenwirkungen geringer.

Was bedeutet Biopsie?

Als Biopsie bezeichnet man die Gewebeentnahme zu diagnostischen Zwecken. Sie wird mithilfe einer Hohlnadel vollzogen. Aus dem zu untersuchenden Gewebe werden kleine Gewebszylinder ausgestanzt, die dann im Labor analysiert werden können.  

Wann kommt eine Biopsie in Frage?

Bei Verdacht auf Prostatakrebs ist einer der diagnostischen Schritte die Entnahme von Gewebeproben in den Arealen, in denen der Krebs vermutet wird. Durch die nachfolgende Analyse der 10-30 entnommenen Gewebszylinder kann dann ein Prostatakarzinom festgestellt werden.  

Wer führt solch eine Biopsie durch?

Biopsien werden unter Lokalanästhesie durch einen erfahrenen Urologen durchgeführt, so kann dieser die Proben kontrolliert und ohne Schmerzen für den Patienten entnehmen.  

Schädigt eine Biopsie das Organ, welches biopsiert wird?

Nein, die Gewebeproben sind so klein, dass sie problemlos entnommen werden können. Die Prostata, die aus zahlreichen kleinen Drüsen besteht wird gemäß dem Ermessen eines erfahrenen Urologen gestanzt und bleibt funktionsfähig.  

Kann es durch eine Biopsie zur Verschleppung von Tumorzellen kommen?

Nein, die Gewebeproben werden innerhalb der Hohlnadel aus dem Körper transportiert, zudem geht der behandelnde Arzt bei dem Eingriff mit aller gebotenen Sorgfalt vor.  

Was unterscheidet die Fusionsbiopsie der Prostata von den herkömmlichen Vorgehensweise?

Klassischerweise wird die Prostata an den für Krebs üblichen oder am MRT auffälligen Stellen gestanzt. Der Urologe hat des Weiteren nur ein Ultraschallgerät zur Lokalisation der Prostata und der einzelnen, zu untersuchenden Bereiche. Tumorzellen sind von den gesunden Zellen jedoch sonographisch weitaus schwieriger zu unterscheiden als im MRT, daher ist es häufig mit Glück verbunden, ob das entsprechende, tumorverdächtige Gebiet auch getroffen wird.
Bei der Fusionsbiopsie Prostata, die in der Urologischen Klinik München-Planegg Anwendung findet, werden die Vorteile beider Systeme vereint. Die MRT Bilder, in denen die tumorverdächtigen Bereiche markiert worden sind werden durch unsere Software live auf die Bilder des Ultraschallgerätes übertragen. Dadurch kann der biopsierende Urologe weitaus präziser und verlässlicher die relevanten Areale ausmachen und stanzen.  

Wer trägt die Kosten einer Fusionsbiopsie der Prostata?

Die Fusionsbiopsie ist eine privatärztliche Leistung und wird von den privaten Kassen sowie zum Teil von den meisten gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Genauere Details zu den Kosten lesen Sie auf unserer Website unter:
www.fusionsbiopsieprostata.de/kosten-fusionsbiopsie.html    

Werde ich durch den Eingriff in meinem Alltag beeinträchtigt?

Nein, es handelt sich um einen eher kleinen Routineeingriff. Eine Rückkehr zum Alltag ist sehr schnell möglich.  

Wie funktioniert die Überschneidung der Bilder?

Durch eine Software können in Echtzeit Daten aus MRT Bildserien mit den Bildern des Ultraschallgerätes überlagert werden. Dadurch kann der Operateur selbstständig und flexibel aus zwei bildgebenden Verfahren schöpfen.  

Was sind die weiteren Schritte?

Nach dem Eingriff werden die Gewebeproben, sorgfältig nach Entnahmeort sortiert, an ein Labor geschickt, wo sie untersucht werden. Je nach Befund bespricht Ihr behandelnder Urologe dann mit Ihnen persönlich die weiteren Schritte der Therapie. 
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