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Wie ein MRT der Prostata unnötige Prostatabiopsien ersparen kann!

Das Prostatakarzinom ist eine der häufigsten Krebserkrankungen von Männern. Gerade aufgrund der relativen Häufigkeit dieses bösartigen Tumors ist es umso wichtiger es klar von einer gutartigen Prostatavergrößerung abzugrenzen, die quasi jeden Mann im Alter betrifft. Wie das MRT (Magnetresonanztomographie) hierbei entscheidende Vorteile bringen und dem Patienten Eingriffe ersparen kann, hat jetzt erstmalig Dr. Pietro Pepe aus Catania auf Sizilien in einer Studie mit über 1000 Teilnehmern publiziert.

Ablauf und Ergebnis der Studie zur Zuverlässigkeit des Ergebnisses eines MRT der Prostata

In der Studie wurden Männer untersucht, bei denen weder die rektale Untersuchung noch die Biopsie/Gewebeprobe der Prostata einen Tumorverdacht vermuten ließ, aber über einen längeren Zeitraum erhöhte PSA Werte festgestellt wurden. Üblicherweise wird in solchen Fällen dann eine sog. Sättigungsbiopsie durchgeführt. Dies bedeutet, dass nach der ‚normalen’ Biopsie, bei der weniger als 12 Proben entnommen werden, in einer zweiten Sitzung 30 Gewebszylinder gestanzt werden, um weitere Bereiche der etwa kastaniengroßen Prostata zu überprüfen. Diese Methode erhöht die Wahrscheinlichkeit, im Falle einer vorliegenden Erkrankung, auch tatsächlich krankhaft verändertes Gewebe zu finden. Die Studie verortet für diese Methode der Diagnoseprüfung eine Wahrscheinlichkeit von 95% für einen korrekt positiven Befund.

Um das Diagnosepotential des mpMRT zu analysieren, das für den Mann wesentlich angenehmer ist als eine Biopsie, wurde bei jedem der insgesamt 1032 untersuchten Männer zusätzlich zehn Tage vorher ein multiparametrisches MRT erstellt, das aber nicht beim üblichen Diagnostikverfahren berücksichtigt wurde, sondern später zur Aussagequalität der herkömmlichen Diagnostik vergleichsweise herangezogen wurde.

Bei 524 Männern, bei denen im MRT eine tumorverdächtige Stelle in der Prostata festgestellt wurde, wurde zusätzlich zur Sättigungsbiopsie auch eine Fusionsbiopsie (https://www.fusionsbiopsieprostata.de/) durchgeführt, die zumeist eine gezielte Gewebeentnahme mit wesentlich weniger Stanzen ermöglicht. Mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 83,8%, wurden korrekt positive Proben geliefert. Insgesamt wurden von den 524 Männern mit auffälligem MRT durch die Sättigungsbiopsie 372 mit einem Prostatakarzinom diagnostiziert.

Was die Urologen aus Italien in ihrer Studie nun jedoch besonders hervorhoben, war die große Anzahl der Patienten mit negativem MRT-Befund. Die 508 (!) Patienten, bei denen im Magnetresonanztomogramm keine Läsion sichtbar war, wurden aufgrund der klinischen Symptome trotzdem einer Sättigungsbiopsie unterzogen. Einem unglaublich hohen Prozentsatz von über 49% der untersuchten Männer hätte also die Sättigungsbiopsie mit allen einhergehenden Unannehmlichkeiten, Risiken und Nebenerscheinungen erspart bleiben können.

Des Weiteren resultierte bei 152 (524-372) der Patienten (mit auffälligem MRT, das aber nicht berücksichtigt wurde!) bei der randomisierten Biopsie kein auffälliger Befund. Das MRT hätte tumorverdächtige Areale aufgezeigt, die dann bei einer Fusionsbiopsie hochwahrscheinlich gezielt punktiert hätten werden können.

Fazit zum MRT der Prostata

Im klinischen Alltag in Deutschland wie auch in Italien wird aktuell bei Verdacht auf Prostatakrebs bei erhöhtem PSA-Wert und klinischen Verdacht zumeist biopsiert und NICHT ein MRT durchgeführt. Gestützt auf die ermittelten Daten aus dem MRT, ließe sich jedoch eine Vielzahl von unnötigen Biopsien vermeiden. Den Patienten erspart man damit viele Unannehmlichkeiten, Schmerzen, Sorgen und Risiken…

Beachtlich ist zudem die Treffsicherheit der Kombination beider Methoden, also die Fusionsbiopsie. Durch die Live-Übertragung der im MRT markierten Bereiche auf den Bildschirm des Ultraschallgerätes im OP lassen sich überzeugend sichere Diagnosen erreichen.

Kurz zusammengefasst:
Das MRT als Triage-Test führt dazu, dass bei einem Teil der Männer fast 50% der Prostatabiopsien vermieden werden können.